„Wir wollen mehr Demokratie wagen!“
Dieser bekannte Satz von Willy Brandt aus dem Jahre 1969 bringt auf den Punkt, was die Demokratietage am Lise-Meitner-Gymnasium Böblingen leiten wird: Demokratie als Haltung zu verstehen und als gemeinschaftlichen Prozess aktiv zu gestalten.
An zwei ausgewiesenen Projekttagen (geplant sind der 27. und 28. Juli 2026) wird die gesamte Schule klassen- und stufenübergreifend eingebunden. Ziel ist es, demokratische Werte wie Menschenrechte, Freiheit und Gerechtigkeit nicht nur theoretisch zu vermitteln, sondern Mitbestimmung, Verantwortung und Teilhabe konkret erfahrbar zu machen. Die Demokratietage bieten dafür einen geschützten Raum, in dem Schüler*innen Selbstwirksamkeit erleben, verschiedene Positionen reflektieren und demokratische Aushandlungsprozesse erproben.
Das Programm umfasst ein breites Spektrum fächerübergreifender Workshops und Veranstaltungen, die politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche, digitale sowie kulturell-ästhetische Zugänge verbinden. Neben Diskussionsformaten, (Plan-)Spielen und projektorientiertem Arbeiten haben wir bewusst auch Angebote in außerschulischen Räumen geplant und kreative, sportliche und künstlerische Ausdrucksformen integriert. Offene Treffpunkte laden darüber hinaus zum Austausch, zur Begegnung und zum informellen Gespräch ein und stärken den Dialog über Alters- und Klassengrenzen hinweg.
Unterstützt werden die Projekte durch bereits gewonnene Stiftungen und Partner*innen, die einen wichtigen Beitrag zur Förderung nachhaltiger Demokratiebildung leisten. Inhaltlich begleitet werden die Demokratietage unter anderem auch durch die Politik-AG, sowie den Seminarkurs „Demokratie“, die ihre Expertise und ihr Engagement einbringen.
Am zweiten Projekttag soll es eine Abschlussveranstaltung geben, bei der Ergebnisse sichtbar gemacht, Erfahrungen geteilt und Impulse für ein weiterhin demokratisches Miteinander an unserer Schule gesetzt werden.
Die bewusst frei gestalteten Demokratietage verstehen sich damit als starkes Zeichen für Engagement und Beteiligung. Sie sind damit ein wichtiger Baustein für eine lebendige demokratische Schulkultur.