Schulpartnerschaft

Neue Schulpartnerschaft am LMG

Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich für das Kinderheim „Haus der Hoffnung“ in Nepal

Nach 13 Jahren Unterstützung eines Schulprojekts für Waisenkinder in Rumangabo (Demokratische Republik Kongo) schlägt das Lise-Meitner-Gymnasium ein neues Kapitel im sozialen Engagement auf: Die Schulgemeinschaft hat ein neues Spendenprojekt gewählt – und dabei bewusst auf Mitbestimmung und Transparenz gesetzt.

Das neue Projekt wurde in einem breit angelegten, demokratischen Verfahren bestimmt. Alle Mitglieder der Schulgemeinschaft hatten die Möglichkeit, Vorschläge einzureichen. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe aus SMV, Elternbeirat und Lehrerschaft sichtete die eingegangenen Ideen und erstellte für geeignete Projekte übersichtliche Steckbriefe.

Diese wurden anschließend anhand klarer Kriterien bewertet: Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, Transparenz und Verlässlichkeit der Organisation sowie die Möglichkeiten für Austausch und Schulpartnerschaft. Auf dieser Basis wurden zwei Projekte ausgewählt, die sich am 18.03.2026 in einer Schülervollversammlung der gesamten Schulgemeinschaft präsentierten.

Im Finale standen zwei beeindruckende Initiativen: „Dream Children’s Home“ (Kenia) und „Haus der Hoffnung – Hilfe für Nepal e. V.“ Beide Projekte setzen sich dafür ein, Kindern bessere Lebens- und Bildungschancen zu ermöglichen – ein Anliegen, das auch am LMG fest verankert ist.

Nach den Präsentationen lag die Entscheidung bei den Schülerinnen und Schülern selbst. In einer Abstimmung fiel die Wahl auf das Projekt „Haus der Hoffnung – Hilfe für Nepal e. V.“ Der Verein betreibt ein Kinderheim in der Hauptstadt Kathmandu und begleitet Kinder oft über viele Jahre hinweg – von der frühen Kindheit bis zur Selbstständigkeit. Die Kinder erhalten dort nicht nur ein sicheres Zuhause, sondern auch Zugang zu Schulbildung, Betreuung und individueller Förderung. Ziel ist es, den Kindern langfristige Perspektiven zu eröffnen und ihnen einen selbstbestimmten Start ins Leben zu ermöglichen.

Das Projekt wurde eindrucksvoll und authentisch von dem 23-jährigen jungen Mann Prakash Khatiwada vorgestellt, einem ehemaligen Bewohner des Kinderheims, der im Anschluss an seinen schulischen Werdegang in Kathmandu eine Ausbildung zum Fachinformatiker in Deutschland durchlaufen hat und nun fest angestellt in Böblingen arbeitet.

Der Erlös des Weihnachtsbasars 2025 in Höhe von 4.963,81 Euro geht somit an das Projekt in Nepal. Aber auch der zweitplatzierte Vorschlag wurde mit einer einmaligen Spende in Höhe von 500 Euro bedacht.

Mit dem neuen Projekt verfolgt das LMG nicht nur das Ziel, finanzielle Unterstützung zu leisten. Ebenso wichtig ist es, einen persönlichen Bezug aufzubauen – etwa durch Austausch, Einblicke in den Alltag vor Ort und ein besseres Verständnis für die Lebensrealitäten anderer Kinder.

Die Wahl des neuen Spendenprojekts zeigt eindrucksvoll, wie am LMG soziales Engagement, demokratische Mitbestimmung und globale Verantwortung zusammenkommen.

Oder, wie es in der Schülervollversammlung formuliert wurde:
„Uns geht es hier richtig gut – und genau deshalb wollen wir etwas zurückgeben.“

Hier gibt es weitere Informationen zum Partnerprojekt.