Sexuelle Gewalt bzw. sexueller Missbrauch von Kindern meint sexuelle Handlungen an oder vor Kindern und Jugendlichen, die gegen ihren Willen erfolgen oder denen sie aufgrund ihres Alters oder ihrer Unterlegenheit nicht zustimmen können. Dabei nutzt die Täterperson ihre Macht- oder Autoritätsposition aus und verletzt die sexuelle Selbstbestimmung des Kindes.
Sexualisierte Gewalt ist der weiter gefasste Begriff und umfasst alle Formen von Übergriffen, bei denen Sexualität als Mittel eingesetzt wird, um Macht auszuüben, zu kontrollieren oder zu demütigen – auch ohne körperliche sexuelle Handlung. Dazu können beispielsweise anzügliche Sprache und Bemerkungen, obszöne Gesten oder belästigende Blicke gehören.
Während sexuelle Gewalt konkrete sexuelle Handlungen umfasst, beschreibt sexualisierte Gewalt generell Gewalt mit sexuellen Mitteln. Beide Formen stellen schwerwiegende Grenzverletzungen dar und erfordern konsequenten Schutz und klare Handlungsschritte.