Interkulturelle Begegnungen am LMG
„Am LMG erhält jeder Schülerin und jeder Schüler die Möglichkeit, an einer interkulturellen Begegnungsmaßnahme teilzunehmen.“
Dies ist erklärtes Ziel einer ganzheitlichen Ausbildung am Lise-Meitner-Gymnasium.
„Interkulturelle Kompetenz“ kann nur erwerben, wer sich Begegnungen mit dem „Fremden“ aussetzt – und dabei feststellt, was uns eigentlich alles verbindet!
Wie wichtig ein differenzierteres Bild des „Anderen“ ist, liegt in der heutigen Zeit auf der Hand.
Besonders der Fremdsprachenunterricht ist der Ort, an dem wir uns mit Lebensweisen anderer Länder und Kulturen auseinandersetzen – und so ist es uns ein Anliegen, für jede der am LMG unterrichteten Fremdsprachen eine interkulturelle Begegnung zu ermöglichen.
Französisch
Seit vielen Jahren führen wir für Französischlerner*innen in der 9. Klasse eine sogenannte „Drittortbegegnung“ durch:
Gemeinsam mit Jugendlichen einer französischen Partnerschule verbringen wir eine Woche an einem „dritten Ort“ – jährlich abwechselnd in der Bretagne oder im bayerischen Schliersee.
Dabei werden alle Aktivitäten von morgens bis abends in gemischt-nationalen Kleingruppen durchgeführt, so dass stets die gegenseitige Verständigung im Vordergrund steht – wenn es nicht anders geht, dann „mit Händen und Füßen“ und entsprechendem Spaß!
Beide Aufenthaltsorte sind aufgrund ihrer Lage sehr attraktiv:
In der Bretagne drehen sich die sportlichen Aktivitäten um den Strand und das Meer, wie z.B. „Fischen zu Fuß“ oder Wanderungen an der felsigen Küste.
Hier geht es zum aktuellen Reisebericht.
Bei der in den Wintermonaten stattfindende Begegnung in den Alpen liegt der Schwerpunkt auf dem Schnee und den Bergen, wie z.B. beim Langlauf-Skifahren oder beim Bau von Iglus.
Hierbei gilt es, auf vielfältige Art miteinander zu kommunizieren! – Alle Aktivitäten und Sprachspiele werden außerdem von einem eingespielten Team deutscher und französischer Lehrkräfte bzw. BetreuerInnen angeleitet.
Die Begegnungsfahrt wird nach Möglichkeit mit einem Wochenende in den Familien vor Ort und einem eintägigen Schulbesuch am LMG bzw. an dem französischen „Collège“ abgerundet.
Die Begegnungsfahrt wird vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) bezuschusst.
Italienisch
Die Begegnung mit italienischen Schülerinnen und Schülern erfolgt im Rahmen eines Schüleraustauschs mit einem Gymnasium in Mortara in der norditalienischen Lombardei.
Innerhalb eines Schuljahres kommen die Italiener eine Woche ans LMG und die Böblinger Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse fahren eine Woche zu den italienischen Gastfamilien.
Sie erleben dort reguläre Schultage an unserer Partnerschule, dem „Istituto Statale di Istruzione Superiore Angelo Omodeo“, machen aber auch einige Ausflüge in die Umgebung, z.B. nach Pavia, Genua oder Mailand – und erleben auf jeden Fall etwas vom italienischen „dolce vita“!
Englisch
Vermutlich findet auch bei den anderen Begegnungen das Englische immer wieder Verwendung, doch haben wir seit kurzem auch eine weitere Partnerschule, mit der die Kommunikation in Englisch stattfinden muss (!) – denn niemand ist des Finnischen mächtig!
Wir freuen uns sehr über den Aufbau einer Partnerschaftsbeziehung mit der finnischen Schule „Harjuniityn koulu“ in Nokia in der Nähe von Tampere.
Schon mehrfach durften wir die herzliche Gastfreundschaft der finnischen Familien erleben – und hoffen, dass es nun bald zu einem Gegenbesuch der Finnen am LMG kommen kann.
Hier geht es zum aktuellen Reisebericht.
Die Partnerschaft soll in einen jährlich stattfindenden, gegenseitigen Schüleraustausch münden, bei dem die Teilnehmenden aus der 8. Klasse Schule und Alltag ihrer Partner für eine Woche miterleben.
Latein
Alle zwei Jahre fahren die Lateinlerner der Klassen 9 + 10 in das geschichtsträchtige Trier und verbringen drei Tage in der alten Römerstadt.
Natürlich werden die bedeutenden Sehenswürdigkeiten (wie z.B. die Porta Nigra oder die Thermen) besichtigt, doch bei dem gemeinsamen Aufenthalt in einer Jugendherberge und Erkundungen der Stadt Trier auf eigene Faust kommt auch die Gemeinschaft nicht zu kurz – selbst wenn sie nicht ganz so „interkulturell“ ist.
Eine räumliche und zeitliche Ausweitung der Latein-Fahrt wird erwogen.